Dem altem Dach gehts an den Kragen PDF

Tennishalle bald modern wie nie - Geislinger Gemeinderat bewilligt Zuschuss

Dem 30 Jahre alten Dach der Tennishalle gehts an den Kragen. Ende des Monats will die Firma Ullmann mit den Sanierungsarbeiten fertig sein. Dann ist der Tennisverein für die Zukunft optimal gerüstet.

Geislingen Der große Kran in der Voßstraße in Geislingen ist von Weitem zu sehen. Benötigt wird er für die Dachreparatur der Tennishalle, die die Firma Ullmann Ende Mai in Angriff genommen hat und bis Ende des Monats abschließen will.

Großbaustelle Tennishalle: Wie berichtet, kam der Tennisverein Geislingen nicht mehr um die Erneuerung des 30 Jahre alten Daches herum. Die Mitglieder entschieden sich, die Sanierung nicht noch länger hinauszuzögern, obwohl die Kosten (172 000 Euro) einigen Kopfzerbrechen bereiteten. "Wenn nicht jetzt, wann dann?", lautete jedoch der überwiegende Tenor auf der Hauptversammlung des Vereins, zumal dem Tennisverein seitens der Stadt Geislingen und des Württembergischen Landessportbundes Zuschüsse zugesichert wurden. Der Gemeinderat hat dem Tennisverein jüngst die für sein Bauvorhaben beantragten 33 000 Euro bewilligt.

Das Gerüst in der Voßstraße umfasst 1250 Quadratmeter, die Dach- und Wandflächen der Halle kommen zusammen auf rund 2500 Quadratmeter. Die asbesthaltigen Wellplatten mit der Styropordämmung hat die Firma Ullmann bereits entsorgt, jetzt werden die Sandwichelemente aufgebracht, die eine Kerndämmung von 80 Millimetern besitzen. "Der Tennisverein erhält ein ganz modernes Dach, das der neuen Wärmeschutzverordnung entspricht und mit dem sich die Heizkosten deutlich senken lassen. Die Dämmung war zuletzt gleich Null und es ist schon ein Unterschied, ob man fürs Heizöl statt 30 000 nur noch 14 000 Euro bezahlen muss", berichtet German Ullmann, der mit seinem Sohn Heiko und im Schnitt täglich etwa fünf Mitarbeitern in der Voßstraße zugegen ist. "Im hiesigen Tennisbezirk dürfte es jedenfalls nichts Vergleichbares geben", ergänzt Ullmann.

Auf dem Dach entstehen außerdem Fotovoltaikanlagen. Der Tennisverein will die Sonnenenergie nutzen und verkaufen. Die Finanzierung der 330 000 Euro teuren Anlage ist inzwischen auf den Weg gebracht. Mit einem Mindestbetrag von 1000 Euro konnten sich zuerst die Mitglieder und dann andere Interessenten an dem Projekt Tennis Solar beteiligen. Am Freitag vor einer Woche traf man sich zur Gründerversammlung. Die Geschäftsführung des Tennis-Solar-Projektes liegt beim Geislinger Albwerk.

Mit diesen Investitionen dürfte der Geislinger Tennisverein, der in zwei Jahren sein 100-jähriges Bestehen feiert, für die Zukunft gut gerüstet sein.

geschrieben von: Frank Höhmann
erschienen in der Geislinger Zeitung am 21.07.2009

 
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